Mondioring

Mondioring

Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, den Hunden in diesem Sport einiges zu "bieten". Immer neue Themen werden umgesetzt.

Auf der FMBB-Weltmeisterschaft in Halle haben in dieser Sportart insgesamt 92 Teams aus 23 Nationen teilgenommen. Die weltweite Verbreitung ist also sogar größer als vom Agility: 21 Nationen). Mondioring hat also durchaus seine Anhänger, auch international, und ist seit 2015 offiziell durch die FCI anerkannt.

Die Komplexität einiger Übungen macht die Ausbildung aufwendig und langwierig und so war das Durchschnittsalter der Kategorie-3-Hunde mit 6,8 Jahren doch recht hoch. Der älteste Hund war schon fast 10 Jahre alt, angesehen hat man ihm das nicht.

Schaut man sich die Mindestangaben an den Sprunggeräten an, dann wird schnell klar, dass die körperliche Fitness des Hundes ganz wichtig ist, will man konkurrenzfähig sein.  Der 10-jährige Chiper des Plaines de Thiérache, der von Gueguen François für Frankreich geführt wurde, erreichte am Ende einen  respektablen 10. Platz.

Eine Prüfung besteht immer aus den drei Sparten: Unterordnung, Sprünge und Schutzdienst. In der Kategorie 3 kommen da 18 Übungen zusammen, die schnell auch mal eine Dreiviertelstunde für die Abarbeitung zusammenbringen. Der Hund hat also sehr lange konzentriert zu bleiben. Geistige Fitness ist demnach ebenso unverzichtbar.

  

Für welche Hunde ist Mondioring eigentlich geeignet? Patrik Corpataux aus der Schweiz war als einer der Richter in Kategorie 3 eingesetzt. Für ihn ist klar, dass grundsätzlich mit jeder mittelgroßen Gebrauchshunderasse Mondioring möglich ist.

"In den Kategorien 1 und 2  habe ich aber auch Border Collie, Bouviers des Flandres, Laekenois und Groenendal gesehen, auch Boxer und sogar einen Weimaraner als Exoten. In der Kategorie 3 aber selektieren die Sprünge die Rassen extrem."

In dieser Kategorie finden sich mehrheitlich Belgische Schäferhunde (Malinois), Deutsche Schäferhunde, auch Holländische Schäferhunde und Rottweiler. Was die Charakterzüge anbelangt, so hält sich Patrik Corpataux an Eugen Seiferle´s Wesensgrundgefüge: Bezüglich der Parameter Wesenssicherheit, Nervenfestigkeit, Temperament, Härte und Ausdauer sollte der Hund über dem Durchschnitt sein. Die Feinjustierung ist dann abhängig vom Hundeführer.

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TEXT & FOTOS: CONSTANZE RÄHSE (pics4dogs.eu)