Doping im Hundesport

Doping im Hundesport

Die Einnahme unerlaubter Substanzen zur Steigerung oder Erhaltung der meist sportlichen Leistungsfähigkeit ist im Humanbereich hinlänglich bekannt. Nun ist Doping leider auch ein Thema im Hundesport.

Seit Veröffentlichung des VDH-Rundschreibens bezüglich Dopingkontrollen am 26.02.2012 wurden im Jahr 2016 bei zwei Hundesportarten Dopingkontrollen durchgeführt. Im Mai 2016 bei der VDH Agillity Qualifikation in Dortmund und im August 2016 bei der VDH Deutschen Meisterschaft IPO in Mettingen.

Seitdem werden regelmäßig Dopingkontrollen angekündigt, letztmalig auch bei der FCI WM IPO 2017 in Rheine. Dopingkontrollen sollen vor allem auf den nationalen Qualifikationsveranstaltungen im IPO, IPO-FH, Agility, Turnierhundesport und Obedience zu den Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt werden.

Der Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. hat daher eine Stoffgruppenliste veröffentlicht. Ein Hund muss in seinen Geweben, Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen an den Tagen der Veranstaltung frei sein von allen Substanzen, die in der Stoffgruppenliste des VDH aufgeführt sind.

Der vom VDH beauftragte Labor-Doping-Tierarzt arbeitet mit einer Halbwertszeiten-Liste von Medikamenten, d.h. wie schnell das Medikament im Körper abgebaut wird. Diese Liste möchte der VDH jedoch auch auf mehrmalige Nachfrage nicht veröffentlichen, da die regelmäßige Aktualisierung der Liste zu kostenintensiv wäre.

 

Mehr Lesen? Die komplette Liste der Substanzen sowie die Halbwerts- und Eliminationszeit gibt es exklusiv in der neuen Ausgabe.

TEXT: DR. MED. VET. SUE CHANDRARATNE │ FOTOS: pics4dogs / fotolia.de